Kreditkarte von der Tankstelle - was taugt sie wirklich?

Prepaid Kreditkarte an der Tankstelle kaufen

Die Prepaid Kreditkarte von der Tankstelle erfreut sich besonderes bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Tankstellen-Kreditkarten bieten viele Vorteile, aber leider auch einige Nachteile, die es zu beachten gilt. Prinzipiell gilt, dass man sich von der unkomplizierten Art an eine Kreditkarte zu kommen, nicht zu schnell ködern lassen sollte, denn die versteckten Kosten sind schwer einschätzbar. Wir zeigen Ihnen, worauf sie bei der Prepaid Kreditkarte von der Tankstelle unbedingt achten müssen.

Vorteile

  • direkt vor Ort Kaufen
  • optimal für Gaming und Online-Einkäufe
  • kein PostIdent / keine Wartezeit
  • anonyme Kreditkarte
  • ohne Schufa
  • ohne Kartenantrag
  • weltweit bezahlen

Nachteile

  • versteckte Kosten
  • begrenztes Guthaben:
    max. 100€!
  • Gebühren für Aufladung
  • keine Bargeldabhebung
  • keine Info zu Konditionen
  • ca. 10 € Jahresgebühr

Die Tankstellen-Kreditkarte in der Praxis

Mobile-BankingAn der Tankstelle kaufen und
mit dem Handy aktivieren

Das Produkt zeichnet sich vor allem durch ihre unkomplizierte Anschaffung aus: Einfach Tankstelle oder Kiosk aufsuchen, Karte kaufen und per SMS aktivieren. So wird man binnen wenigen Minuten zum Kreditkartenbesitzer. Es muss weder ein Kartenantrag noch das Postident-Verfahren gemacht werden. Auch die Bonitätsprüfung bleibt aus, sodass es sich um eine Prepaid Kreditkarte ohne Schufa handelt. Da die Kreditkarte nicht mit der eigenen Person in Verbindung gebracht wird, stellt die Tankstellen-Kreditkarte eine anonyme Kreditkarte dar.

Da bei Angeboten wie der mywirecard keine Legitimierung (PostIdent) stattfindet, kann die Karte aufgrund des Geldwäschegesetzes nur bis maximal 100 Euro aufgeladen werden. Das macht das Produkt leider zu einem ziemlich unflexiblen Zahlungsmittel, das für keine größeren Ausgaben genutzt werden kann. Fürs Gaming oder kleinere Einkäufe lässt sich die aufladbare Guthabenkarte hingegen sehr gut einsetzen. Hinzu kommt, dass die Tankstellen-Kreditkarten mit hohen und teils versteckten Gebühren angeboten werden. So fallen beispielsweise Kosten für das Aufladen der Karte an sowie eine Gebühr, wenn die Karte länger nicht genutzt wird. Auch die 10 Euro Grundgebühr sind vergleichsweise teuer, wenn man bedenkt, dass die Karten ein sehr niedriges Auflade-Limit haben. Bargeldabhebungen sind mit der Tankstellen-Kreditkarte meist nicht möglich und wenn doch ziemlich überteuert.

Fazit: Leicht erhältlich, aber wenig Leistung. Wir empfehlen daher, sich für eine kostenlose Prepaid Kreditkarte zu entscheiden, die genauso ohne Schufa und Bonitätsprüfung erhältlich ist. Wen das PostIdent stört, findet hier tolle Angebote für eine Prepaid Kreditkarte ohne Postident.

Erfahrung: mywirecard

Alles auf einen Blick:
Kartenpreis 9,95 €
Grundgebühr 9,95 €
Aufladen (Überweisung) 1 €
Aufladen (Bareinzahlung) 4%, mind. 1,00 €
Maximales Guthaben 100 €
Kartenanbieter Wirecard Bank
Geeignet für Jugendliche und Gamer

Die bekannteste und beliebteste Tankstellen-Kreditkarte ist die mywirecard der Wirecard Bank. Sie kann direkt an der Tankstelle (Esso, Agip, OMV, Shell) oder am Kiosk gekauft werden. Der Kartenpreis beträgt 9,95 Euro. Nach dem Kauf kann die Karte über eine einfache SMS aktiviert werden. Bei der mywirecard handelt es sich um eine echte Visa Karte, die aber keinen Verfügungsrahmen besitzt. Die Karte funktioniert also auf Guthabenbasis, wobei das maximale Kartenguthaben 100 Euro beträgt. Mit der Visa-Card kann man an über 38 Millionen Akzeptanzstellen bargeldlos zahlen, jedoch nur in Höhe des vorher überwiesenen Guthabens. Aufladen kann man die Karte entweder per Überweisung oder über eine Bareinzahlung im Handel. Im Grunde lohnt sich das Angebot nur für diejenigen, die keine größeren Käufe tätigen möchten. Der geringe Spielraum von 100 Euro erlaubt wenig Flexibilität im finanziellen Alltag. Höchstens für Jugendliche und Gamer ist die Tankstellen-Kreditkarte eine gute Alternative.

Achtung: Es ist möglich die mywirecard upzugraden. Wenn man die Karte im Geschäft kauft, bekommt man automatisch den Status „GO“ und kann die Karte einmalig mit 100 Euro Guthaben aufladen. Wer die Karte häufiger aufladen möchte, muss auf „Limited“ upgraden, wobei auch hier das Limit 100 Euro beträgt. Den Status „Limited“ kann man kostenlos über das Online-Banking der mycard2go einstellen. Wer bis zu 5.000 Euro auf die aufladbare Guthabenkarte laden möchte, braucht den Status „Ultimate“. Dazu ist eine Legitimierung über PostIdent nötig. Hier empfehlen wir eher auf eine klassische Prepaid Kreditkarte zurückzugreifen, da die Kontoführung deutlich günstiger ist.

Kreditkarten-Empfehlung der Redaktion

Der Test hat gezeigt, dass die Kreditkarte von der Tankstelle leider viele Nachteile hat. Der geringe Auflade-Betrag von 100 Euro lässt keine größeren Käufe zu und die Karten-Gebühren sind insgesamt zu hoch, als dass sich die Tankstellen-Kreditkarte wirklich lohnen würde.

InsideCard Prepaid Visa

Unsere Empfehlung: Viabuy (anonyme Kreditkarte)

Für alle, die es gerne schnell und flexibel haben, empfehlen wir die Viabuy Prepaid MasterCard. Es handelt sich um eine anonyme Kreditkarte, die ohne Schufa und Postident erhältlich ist. Die Karte kann direkt online beantragt werden und wird per Expressversand binnen 24 Stunden versandt. Die Viabuy Kreditkarte kostet 29,90 Euro pro Jahr, kann immer wieder kostenlos aufgeladen werden – und das ohne Limit und in Echtzeit. Vorteile sind unter anderem: anonym, ohne Schufa, ohne Postident, keine Ablehnung, kein Limit, über 38. Mio. Akzeptanzstellen.

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